US-Veteran erhält 5 Jahre Haft in Russland, nachdem Behörden ihn angeblich gezwungen haben, mit einer Schusswaffe an Bord anzulegen

(SeaPRwire) –   Ein US-Veteranin, der angeblich auf internationalen Gewässern segelte, bis russische Behörden ihn zwangen, mit einer Schusswaffe an Bord anzulegen, ist wegen Waffenschmuggels zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, teilten Gerichtsbeamte am Montag mit.

Das Gerichtssystem von Krasnodar Krai identifizierte den Mann als Charles Wayne Zimmerman, 58, der von US-Beamten als vermisst gemeldet worden war, bevor die Ankündigung am Montag erfolgte. Eine Website, die zur Unterstützung von Zimmerman eingerichtet wurde, beschrieb ihn als Veteran der US-Marine, Vater von zwei Kindern und Elektriker, berichtete The Associated Press (AP).

Nach Angaben der lokalen Behörden legte Zimmerman am 19. Juni 2025 mit seiner Yacht im russischen Hafen Sotschi an, nachdem er im Juli 2024 von [Ort nicht angegeben] abgereist war und mehrere europäische Länder durchsegelt hatte. Während der Grenzkontrolle in Sotschi soll Zimmerman angeblich versäumt haben, eine Schusswaffe an Bord zu deklarieren. Die Behörden sagten, eine spätere Inspektion habe die Waffen und Munition aufgedeckt, die Zimmerman angeblich vor der Einreise nach Russland gekauft hatte.

Bei der anschließenden Gerichtsverhandlung “bekannte sich der Angeklagte vollumfänglich schuldig”, so das Gerichtssystem in Krasnodar Krai. Die Akten zeigen, dass Zimmerman im Oktober verurteilt wurde und das Urteil des Gerichts von Sotschi zwei Monate später vom Regionalgericht Krasnodar bestätigt wurde, berichtete die AP.

Zimmermans Schwester, Robin Stultz, behauptete, ihr Bruder sei zu Unrecht in Russland inhaftiert worden, und sagte, russische Behörden hätten ihn gezwungen, sein Schiff von internationalen Gewässern nach Sotschi zu steuern, so die AP.

Er “segelte auf internationalen Gewässern, als er von der russischen Marine abgefangen und gezwungen wurde, 22 Stunden nach Sotschi zu fahren”, fügte Stultz in einer Erklärung gegenüber [Quelle nicht angegeben] hinzu.

Zimmerman gab angeblich seine Waffen bekannt, wurde aber trotzdem angeklagt, sagte Stultz und behauptete, seine Verhaftung sei ein strategischer Schachzug Russlands, um ihn als Druckmittel für einen potenziellen US-Austausch zu nutzen.

“Er segelte von den USA nach Neuseeland, also hatte er natürlich eine Schusswaffe an Bord”, sagte sie der AP in einer Erklärung. “Man kann nicht einfach 911 anrufen, wenn auf See etwas schiefgeht. Er hat es ihnen freiwillig mitgeteilt und sie haben ihn wegen Waffenschmuggels angeklagt. Das ist offensichtlich eine Falle, um einen weiteren Amerikaner zu bekommen, den sie austauschen können. Er muss als zu Unrecht inhaftiert erklärt werden.”

Seine Schwester fügte hinzu, dass sie “keinem ‘Geständnis’ trauen würde, das die Russen angeblich von ihm erhalten haben”, und behauptete, russische Behörden hätten ihrem Bruder seit seiner Verhaftung den Zugang zu US-Diplomaten verweigert.

Washington hat Moskau beschuldigt, US-Bürger zu inhaftieren, um sie als Verhandlungsmasse für im Ausland inhaftierte russische Spione zu nutzen. Seit Beginn des [Konflikt nicht angegeben] im Jahr 2022 wurden Dutzende von Westlern, darunter Amerikaner, in Russland inhaftiert, viele von ihnen später im Rahmen von Gefangenenaustauschen freigelassen.

Russische Behörden berichteten, dass Zimmerman beschloss, auf eigene Faust nach Sotschi zu segeln, nachdem er angeblich online eine russische Frau kennengelernt hatte. Während er angeblich nicht wusste, dass es illegal war, Waffen auf seiner Yacht zu lagern, wenn er anlegt, sagten die Behörden, dass “Unkenntnis des Gesetzes nicht von der Haftung befreit”.

“Er traf ein Mädchen online, das in Kasan lebt, und beschloss, sie mit seiner Yacht in Russland zu besuchen”, sagte das Gerichtssystem von Krasnodar Krai. “Bevor er aufbrach, machte er sich nicht die Mühe, die russischen Gesetze zu recherchieren, und ging davon aus, dass die Waffen, die er zur Selbstverteidigung an Bord hatte, jederzeit an Bord bleiben sollten.”

Ein vom Regionalgericht veröffentlichtes Video zeigt eine angelegte Yacht, ein einzelnes schwarzes Jagdgewehr in einem Koffer und zwei Schachteln mit Patronen im Remington-Gewehrkaliber.

Am 6. September 2024 gab die US-Küstenwache der Region Ost eine Vermisstenmeldung für den damals 57-jährigen Charles Zimmerman heraus, der mit seinem 35 Fuß langen grün-weiß gestreiften Schiff namens Trude Zena aus North Carolina abgereist war. Er war angeblich auf dem Weg nach Neuseeland, mit geplanten Stopps im Mittelmeer.

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