Marktvolatilität hält angesichts von Fed-Zinssorgen und drohendem Regierungs-Shutdown in den USA an

Federal reserve

Die Wall Street erlebte am Montag verstärkte Turbulenzen, wobei die Aktien aufgrund der Bedenken hinsichtlich der langfristigen Strategie der Federal Reserve mit hohen Zinssätzen und des bevorstehenden Schattens eines möglichen Shutdowns der US-Regierung schwankten.

Bei der Markteröffnung sanken sowohl der S&P 500 (NYSE:GSPC) als auch der Dow Jones Industrial Average (NYSE:DJI) um etwa 0,3% und zogen sich damit von ihren anfänglichen Zugewinnen zurück. Dieser Rückgang wurde teilweise durch den Anstieg der Renditen 10-jähriger Staatsanleihen (NYSE:TNX) auf ihren Höchststand seit 2007 ausgelöst. Gleichzeitig verzeichnete der Nasdaq Composite (NASDAQ:IXIC) einen Rückgang von rund 0,4%.

Vor dem Hintergrund dieser Schwankungen stiegen die Ölpreise erneut an und lösten Diskussionen über anhaltend hohe Inflation aus. Der Diskurs dreht sich nun darum, ob die Federal Reserve in ihrer Fähigkeit behindert wird, die Zinsen bald zu senken.

Die Marktteilnehmer warten auf die bevorstehenden PCE-Inflationsdaten, die am Freitag veröffentlicht werden sollen, in der Hoffnung, dass sie mehr Klarheit über die Inflationsentwicklung bringen.

Die Zeit läuft ab, da ein Regierungs-Shutdown in weniger als einer Woche droht. Da die Möglichkeit greifbarer wird, haben Investoren ihren Fokus darauf verlagert, seine potenziellen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft zu ermitteln.

Die Hoffnungen auf eine Haushaltsresolution scheinen trübe, da der Fortschritt des Kongresses ins Stocken geraten ist. Am Donnerstag ist die Veröffentlichung des BIP des zweiten Quartals vorgesehen.

Erfreulicherweise wurde am Sonntag eine vorläufige Einigung zur Beendigung des langwierigen Streiks der Hollywood-Drehbuchautoren erzielt, was den Medienaktien in den ersten Handelsstunden Auftrieb gab. Der Automobilsektor bleibt jedoch in der Schwebe. Ford (NYSE:F) teilte mit, dass zwar in den Gesprächen mit der UAW Fortschritte erzielt wurden, es jedoch erhebliche Differenzen zu überbrücken gilt, bevor ein neuer Arbeitsvertrag finalisiert werden kann.

Zu den globalen Bedenken gehören die sich zuspitzenden Schuldenprobleme chinesischer Immobilienriesen, insbesondere Evergrande. Solche Entwicklungen haben die Befürchtungen hinsichtlich der Stabilität der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verstärkt.

Unternehmensnachrichten: Amazon (NASDAQ:AMZN) hat eine Vereinbarung über die Zuführung von bis zu 4 Milliarden US-Dollar in das Start-up Anthropic unterzeichnet. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die Absicht von Amazon, sich als ernstzunehmender Mitbewerber im KI-Bereich zu positionieren. Währenddessen traf Booking Holdings (NASDAQ:BKNG), zu der Marken wie Booking.com und Priceline gehören, auf ein Hindernis. Der Versuch des Unternehmens, ETraveli für 1,7 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, stieß bei der Kartellwächterin der EU auf Widerstand.